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Kriegsgefangene im Münsterland

Herkunft der Gefangenen und ihr Schicksal:

Die Gefangenen kamen aus Polen, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Skandinavien, Russland und aus anderen besetzten Gebieten von der Wehrmacht im Osten. Sie wurden gefangen genommen, weil sie eine Schlacht verloren hatten. Die deutsche Regierung erkannte den Schutz des Kriegsvölkerrechts für die 400.000 Kriegsgefangenen aus Polen nicht an. Ein Großteil wurde zu Zwangsarbeitern. Es erging rund 100.000 serbischen Kriegsgefangenen genauso. Im Rahmen der deutschen Westoffensive im Jahr 1940 mussten 1,6 Millionen französische Kriegsgefangene Dienste im Deutschen Reich leisten.

Rund 3,35 Millionen sowjetische Kriegsgefangene wurden nach dem Überfall auf die Sowjetunion in mehreren Kesselschlachten von der Wehrmacht gefangen genommen. Im Winter 1941 starben rund 2 Millionen Kriegsgefangene an der Kälte und den unmenschlichen Lebensbedingungen, unter denen sie leben mussten. Es überlebten nur 630.000 Kriegsgefangene das Kriegsende in Deutschland.

Herkunft der Gefangenen und ihr Schicksal:

Die Gefangenen kamen aus Polen, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Skandinavien, Russland und aus anderen besetzten Gebieten von der Wehrmacht im Osten. Sie wurden gefangen genommen, weil sie eine Schlacht verloren hatten. Die deutsche Regierung erkannte den Schutz des Kriegsvölkerrechts für die 400.000 Kriegsgefangenen aus Polen nicht an. Ein Großteil wurde zu Zwangsarbeitern. Es erging rund 100.000 serbischen Kriegsgefangenen genauso. Im Rahmen der deutschen Westoffensive im Jahr 1940 mussten 1,6 Millionen französische Kriegsgefangene Dienste im Deutschen Reich leisten.

Rund 3,35 Millionen sowjetische Kriegsgefangene wurden nach dem Überfall auf die Sowjetunion in mehreren Kesselschlachten von der Wehrmacht gefangen genommen. Im Winter 1941 starben rund 2 Millionen Kriegsgefangene an der Kälte und den unmenschlichen Lebensbedingungen, unter denen sie leben mussten. Es überlebten nur 630.000 Kriegsgefangene das Kriegsende in Deutschland.

Sowjetische Kriegsgefangene in einem Lager
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_Bild_183-B21845,_Sowjetische_Kriegsgefangene_im_Lager.jpg

Arbeiten der Kriegsgefangenen:
Die Gefangenen mussten Stallarbeiten (z.B. ausmisten, Tiere füttern), und Feldarbeiten (z.B. Holz hacken) verrichten. Außerdem mussten sie Heu und Stroh verladen und die Straßen reinigen. Im Winter mussten sie Eis hacken; im Sommer wurden sie gezwungen Getreide zu dreschen und Brände zu löschen und den Müll zu entsorgen.
Vor allem während des Krieges gehörten der Bau von Luftschutzbunkern, sowie das Bergen der Leichen und das Wegräumen der Trümmer zu ihren Aufgaben.
Zudem wurden sie auch in der Industrie eingesetzt.

Strafen und Verbote:

Der Kontakt zu Deutschen wurde verboten und Sex wurde besonders bestraft. Ab dem 8. März 1940 mussten Polen ein deutlich und sichtbares „P“-Kennzeichen auf der Kleidung tragen. Ab 1942 mussten sowjetische Gefangene ein „OST“-Abzeichen tragen und auf der Rückseite der Uniform ein „SU“. Es gab Ausgangsverbot ab 20 bzw. ab 21 Uhr abends.
Es durften keine öffentlichen Verkehrsmittel genutzt, wenn doch, dann nur mit schriftlicher Erlaubnis der Polizei.
Kulturveranstaltungen (z.B. Theater) wurden auch nicht gestattet.

Als Strafen gab es Prügel, Verpflegungsentzug, Arrest und Überstellung in ein Konzentrationslager. Die Kriegsgefangenen wurden willkürlich, nach Lust und Laune der Aufseher hingerichtet.

Deutsche wurden ab Ende 1940 in Arbeitserziehungslager der Gestapo eingewiesen, weil sie die Gefangenen mit Essen versorgt hatten oder ihnen bei der Flucht halfen.

Hinrichtungen:

Hinrichtungen konnten schon aufgrund von ungeprüften Vorwürfen willkürlich durchgeführt werden. Außerdem gab es öffentliche Hinrichtungen. Es gab keine Gerichtsverfahren und die Leichen wurden den Gefangenen gezeigt, darunter Jugendliche, um sie einzuschüchtern.
Belege für Hinrichtungen im Polizeigefängnis Münster finden sich ab dem Oktober 1943.

Ein Bespiel für zwei Einzelschicksale: In Münster wurden am 14. August 1942 die polnischen Kriegsgefangene Franciszek Banaś (geb. 7. Juni 1914) aus Ujsoły und Waclaw Ceglewski (geb. 13. Februar 1921) aus Ciechocinek (Polen) wegen des „verbotenen Umgangs“ mit deutschen Frauen durch die Gestapo erhängt.

Die Grafik oben zeigt die Stammlager in Deutschland

 

Regeln in den Lagern:

Nur die Gestapo und Polizeiangehörige durften die Lager betreten. Um Polen besonders zu isolieren und abzuschirmen, wurden besonders diskriminierende Kontrollen und Strafen in den Lagern eingeführt. Die je nach Lust und Laune der Aufseher ausfielen.


Quelle: Institut für Geschichte

(Bilder zeigen Kriegsgefangenengräber aus dem zweiten Weltkrieg, auf dem Friedhof in Ennigerloh)

 

Arbeiten der Kriegsgefangenen:
Die Gefangenen mussten Stallarbeiten (z.B. ausmisten, Tiere füttern), und Feldarbeiten (z.B. Holz hacken) verrichten. Außerdem mussten sie Heu und Stroh verladen und die Straßen reinigen. Im Winter mussten sie Eis hacken; im Sommer wurden sie gezwungen Getreide zu dreschen und Brände zu löschen und den Müll zu entsorgen.
Vor allem während des Krieges gehörten der Bau von Luftschutzbunkern, sowie das Bergen der Leichen und das Wegräumen der Trümmer zu ihren Aufgaben.
Zudem wurden sie auch in der Industrie eingesetzt.

Strafen und Verbote:

Der Kontakt zu Deutschen wurde verboten und Sex wurde besonders bestraft.
Ab dem 8. März 1940 mussten Polen ein deutlich und sichtbares „P“-Kennzeichen auf der Kleidung tragen.
Ab 1942 mussten sowjetische Gefangene ein „OST“-Abzeichen tragen und auf der Rückseite der Uniform ein „SU“.
Es gab Ausgangsverbot ab 20 bzw. ab 21 Uhr abends.
Es durften keine öffentlichen Verkehrsmittel genutzt, wenn doch, dann nur mit schriftlicher Erlaubnis der Polizei.
Kulturveranstaltungen (z.B. Theater) wurden auch nicht gestattet.

Als Strafen gab es Prügel, Verpflegungsentzug, Arrest und Überstellung in ein Konzentrationslager. Die Kriegsgefangenen wurden willkürlich, nach Lust und Laune der Aufseher hingerichtet.

Deutsche wurden ab Ende 1940 in Arbeitserziehungslager der Gestapo eingewiesen, weil sie die Gefangenen mit Essen versorgt hatten oder ihnen bei der Flucht halfen.

Hinrichtungen:

Hinrichtungen konnten schon aufgrund von ungeprüften Vorwürfen willkürlich durchgeführt werden. Außerdem gab es öffentliche Hinrichtungen. Es gab keine Gerichtsverfahren und die Leichen wurden den Gefangenen gezeigt, darunter Jugendliche, um sie einzuschüchtern.
Belege für Hinrichtungen im Polizeigefängnis Münster finden sich ab dem Oktober 1943.

Ein Bespiel für zwei Einzelschicksale: In Münster wurden am 14. August 1942 die polnischen Kriegsgefangene Franciszek Banaś (geb. 7. Juni 1914) aus Ujsoły und Waclaw Ceglewski (geb. 13. Februar 1921) aus Ciechocinek (Polen) wegen des „verbotenen Umgangs“ mit deutschen Frauen durch die Gestapo erhängt.

Die Grafik oben zeigt die Stammlager in Deutschland.

Regeln in den Lagern:

Nur die Gestapo und Polizeiangehörige durften die Lager betreten. Um Polen besonders zu isolieren und abzuschirmen, wurden besonders diskriminierende Kontrollen und Strafen in den Lagern eingeführt. Die je nach Lust und Laune der Aufseher ausfielen.

Quelle: Institut für Geschichte
(Bilder zeigen Kriegsgefangenengräber aus dem zweiten Weltkrieg, auf dem Friedhof in Ennigerloh)

Judenverfolgung ab 1939

Was ist ein Konzentrationslager?

Ein Konzentrationslager war da, um Häftlinge einzusperren so das sie nicht mehr rauskommen. Die Häftlinge mussten dort Arbeiten oder wurden dort Vernichtet.

Aufbau:

Es gab verschiedene Arten von Konzentrationslagern manche hatten Krematorien (Leichenverbrennungsanlagen), Massengräber oder auch Gaskammern.

Konzentrationslager wurden mit Mauern umrandet oder mit Zäunen, so das die Gefangenen nicht fliehen konnten. Es gab mehrere verschiedene Lager die verschiedene Merkmale hatten. Zum Beispiel gab es spezielle Lager für Kranke Gefangene. Außerdem gab es Plätze wo die Gefangenen schwere Arbeiten verrichten mussten. Außerdem gab es Unterkünfte für die SS in den Konzentrationslagern.

Leute im Konzentrationslager:

Im Konzentrationslager gab es Juden, Ärzte, SS-Leute und Köche. Es gab 1000 Hauptlager mit 1200 Neben- und Außenlagern. Insgesamt gab es in den Jahren zwischen 1933 und 1945 zwischen 2,5 und 3,5 Millionen KZ-Häftlinge.

 

Wer/Wie kam man ins Konzentrationslager:

Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschaftler, Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und Kriminelle kamen ins Konzentrationslager

Die Leute wurden in großen Mengen in Zügen verfrachtet(Züge wurden komplett gefüllt).

 

Wer wurde wann getötet?

Kinder wurden zuerst getötet, da sie nicht arbeiten konnten.

Die eher jüngeren Menschen mussten arbeiten. Die älteren haben auch eine Zeit gearbeitet und wurden dann vernichtet. Die restlichen Häftlinge wurden am ende getötet.

 

Quellen:

http://denktag2004.denktag-archiv.de/homes/65/aufbau.html

https://www.planet-schule.de/wissenspool/spuren-der-ns-zeit/inhalt/hintergrund/konzentrationslager.html

https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ausgrenzung/kz/

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/83/KZ-Mauthausen_Map.png

http://www.artikel33.com/geschichte/1/wer-kam-ins-konzentrationslager.php

http://www.denktag.de/kinderimkz/alltag-im-kz/

Harry Hess

Harry Hess ist ein 1920 in Coesfeld geborener Jude. Anders als seine Eltern, waren seine Großeltern sehr religiös. Er ist mit seinen sechs Schwestern in Coesfeld zur Schule gegangen.

Jeden Montag kam ein Lehrer nur für jüdische Schüler zur Schule.

Ungefähr ab1931 fingen andere Schüler an, seine Schwester und ihn zu mobben. Da sie Juden waren wurden sie ausgegrenzt. Mit 14 Jahren beendete Harry die Schule, und seine Familie zog nach Hannover um. Er fand es in Hannover deutlich friedlicher, da sie nicht mehr herum geschubst wurden.

Nachdem Hitler 1933 an die Macht kam, erwartete niemand aus seinem Familienkreis, dass er lange an der Macht bleiben würde. In Hannover arbeiteten seine Mutter und seine Schwester in einer Pension. Außerdem traten sie in Hannover einer jüdischen Organisation bei. Dort waren sie in einer Gemeinde und fühlten sich sicher. Laut ihm hatte man damals Angst, etwas gegen die Nazis zu sagen.

Ab 1935 mussten sie dann auch noch einen Judenstern auf der Brust tragen.

Dadurch fühlten sie sich noch ausgegrenzter als zuvor. Jemand den sie kannten, gab seiner Familie Reisepässe in die Schweiz. Dort gingen sie dann aber nicht hin, denn die Mutter wollte nicht aus Deutschland raus. Das lag vor allen Dingen daran, dass ihre Vorfahren und Verwandten schon immer in Deutschland lebten. Somit blieben sie in Hannover. Nachts haben sie in ihren Alltagsklamotten geschlafen, weil die Nazis oft nachts kamen und den Juden befahlen sich gegenseitig zu verprügeln. Aus diesem Grund mussten sie aus Hannover flüchten. Sie sahen keinen Ausweg.

Mit LKWs wurden sie dann nach Riga in Lettland deportiert. In Riga mussten sie in einem Ghetto leben. Dort ging es ihnen anfangs etwas besser als in Hannover, weil sie dort nicht belästigt wurden. Er arbeitete dort in einer Art Restaurant. Seine Frau Lona arbeitete wiederrum außerhalb des Ghettos. Wenn jemand Essen oder andere Dinge ins Ghetto bringen wollte, wurde derjenige sofort erschossen. Harry sagte, dass alles in diesem Ghetto mit dem Tod verbunden war. Da er sehr sportlich war, interessierte er sich sehr für Boxen und Fußball. Dadurch konnte er sich von dem teilweise harten Ghettoleben ablenken.

Aus Riga wurden sie dann nach Salaspils, welches ebenfalls in Lettland liegt, gebracht. Dort mussten sie gegen ihren Willen, unter schweren Bedingungen, an Zugschienen arbeiten.

Außerdem mussten sie in kalten Nächten arbeiten.

Es gab ein Brot für 32 Leute. Als zusätzliche Demütigung mussten sie oft die Klamotten von erschossen Juden tragen.

In Salaspils gab es einen Mann, der die Juden immer an die Nazis verraten hat.

Wenn zum Beispiel jemand Brot geklaut hat, wurde er von den Nazis gehängt.

In Salaspils hatte er mehrere Freunde, unter anderem Rudi Kleve und Günter Falk. Über Rudis Schicksal ist nicht viel bekannt.

Günter Falk aber wurde in Salaspils gehängt.

Harry erzählte davon, wie er ständig Albträume von diesem Tag hat, da Günter ihn gebeten hatte, bei seiner Erhängung anwesend zu sein. In dem Moment der Erhängung schauten sich beide Freunde in die Augen.

Eines Tages wurden sie aus Salaspils raus gebracht, und auf ein Schiff verfrachtet. Die SS-Leute verließen etwas später das Schiff und ließen die Juden mit Kriegsgefangenen zurück. Als das Schiff Großbritannien erreichte, wurden viele der Juden, sobald sie das Schiff verließen, von SS-Leuten erschossen.

Zum Glück der Juden konnten die Kriegsgefangenen das Schiff steuern.

Viele der verletzten Juden wurden von Engländern in Krankenhäuser gebracht.

Harry erlitt schwere Verletzungen durch die SS-Leute. Er selbst schaffte es kaum zum Krankenhaus.

Im Krankenhaus wurde ihm erzählt, dass seine Frau ebenfalls dort in einem Zimmer lag.

Daraufhin versuchte er in das Zimmer seiner Frau zu gelangen. Er ignorierte den Schmerz und machte sich auf den Weg.

Mit Tränen in den Augen erzählte er das seine Frau kaum noch Haare hatte und ihr Gesicht kaum noch wiederzuerkennen war. In diesem Moment betete er zu Gott und hoffte, dass alles wieder gut würde.

Nach Ende des Krieges gab es immer noch Leute an Hitler geglaubt haben. In Deutschland wollte er nach dem Krieg nicht mehr leben. Die Erinnerungen waren zu schrecklich. Nur eine seiner Schwestern hat die Zeit überlebt.

 

Quelle: Interview mit Harry Hess aus dem Jahre 1995

Bundesarchiv, Bild 101III-Duerr-056-09A / Dürr / CC-BY-SA 3.0

Judenverfolgung von 1933 bis 1939

Wir haben uns mit der Judenverfolgung von 1933 bis 1933 im Nationalsozialismus beschäftigt.
Die erste Frage, mit der wir uns beschäftigt haben ist, von wem wurden Menschen jüdischen Glaubens ab 1933 verfolgt.
Die Judenverfolgung bis 1939 lief in Zwei Phasen ab.

Die erste Phase war die Ausschaltung der Juden aus dem öffentlichen Leben.

Großteils versuchten die Nazis die Juden mit Boykotten das leben schwer zu machen.

In Phase Zwei geht es um die Isolierung und die Degradierung der Juden.

Die Nazis haben Menschen jüdischen Glaubens hauptsächlich verfolgt, aber die Juden waren nicht das einzige Ziel der Nazis.

Andere politische Richtungen wurden ebenfalls verfolgt.

Darunter fielen die Sozialisten, Kommunisten aber auch die Pazifisten.

Sinti und Roma, schwer Behinderte und Obdachlose wurden von den Nazis ebenfalls nicht verschont.

In Deutschland lebten 1933, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen,
ca. 500.000 Deutsche jüdischen Glaubens.

Das waren nicht einmal ein Prozent der gesamten Bevölkerung.

Dennoch waren für Hitler „die Juden“ schuld am Niedergang Deutschlands.

Die jüdischen Beamten durften ab 7. April 1933 nicht mehr Arbeiten.

Außerdem wurden am 10.Mai nichtdeutsche Schriftgütern verbrannt. Schritt für Schritt wurden die Rechte der Juden eingeschränkt.

1933 fing es an mit dem Besuchsverbot Deutscher Bäder für die Juden.

Am 4. Oktober durften die jüdischen Journalisten nicht mehr für Zeitungen schreiben.

1935 dürfen die Juden keine Zeitungen von den Deutschen mehr kaufen.

Am 15. September wurden die Nürnberger Gesetze erlassen.

Besonders durch die Nürnberger Gesetze wurde eine Vielzahl von Verordnungen gegen die Juden durchgesetzt.

Dort wird gesagt, dass der Antisemitismus ab sofort nicht nur legal sondern
auch gesetzlich verordnet ist.

Dann gibt es noch das sogenannte Blutschutzgesetz, dort wird verordnet, dass Deutsche keine Juden heiraten dürfen, damit ‘‘das Deutsche Blut nicht verunreinigt wird‘‘, sagen die Nazis

Ab 1938 wurden die Gesetze gegen die Juden weiter verschärft.

Am 25. Juli verloren jüdische Ärzte ihre Zulassung, die Approbation.

Ab dem 17. August mussten Juden jüdische Vornamen tragen, damit alle
Juden erkennbar sind.

Dabei mussten die männlichen Juden den Namen Israel tragen und die weiblichen Juden mussten den Namen Sara tragen.

Außerdem mussten Juden ein großes „J“ in ihren Pässen haben ab dem 5. Oktober.

In der Nacht vom 9.November zum 10.November war die Reichspogromnacht.

‘‘Dies war eine Reaktion auf die Ermordung eines deutschen Diplomaten
durch einen Juden‘‘, laut den Nazis.

An diesem Tag wurden hunderte Synagogen niedergebrannt und zerstört.

Dabei wurden auch hunderte Juden umgebracht und tausende verschleppt.

Jüdische Geschäfte wurden ebenfalls zerstört.

 

QUELLE: http://geschichtsverein-koengen.de/Judenverfolgung.htm

https://www.frieden-fragen.de/entdecken/nationalsozialismus/warum-und-wie-                                                 mverfolgte-hitler-andere-menschen.html

http://www.studentshelp.de/p/referate/02/5399.htm

AB Infos : Weg in den Holocaust

Familie Spiegel Enniger

Familie Spiegel im 19. Jahrhundert

Die Geschichte der Familie Spiegel beginnt bereits im 19.Jahrhundert. Die Familie lebte damals in Enniger.

Am 22. April 1873 wurde das Familienmitglied Georg Spiegel beschuldigt, die 32-jährige Elisabeth Schütte ermordet zu haben. Er wurde wegen eines Sexualmordes beschuldigt, jedoch vom Staatsanwalt für unschuldig erklärt. Das Erstaunliche an der Geschichte ist aber, dass zu dieser Zeit ein Staatsanwalt einen Mord untersucht, es einen Beschuldigten gab, der „Jude“ war und er unschuldig war. Dennoch glaubten alle Bürger Ennigers, dass es „der Jude“ war. Die restlichen Einwohner Ennigers wollten das nicht akzeptieren und begannen mit Attacken gegen jüdische Bürger. An jedem Jahrestag der Ermordung mussten die jüdischen Bürger Ennigers zahlreiche Schmähungen ertragen. Außerdem wurden Häuser und die Synagoge beschmiert und jüdische Händler boykottiert.

Nach und nach verließen alle jüdischen Bürger das Dorf Enniger. Als letztes die Familie Spiegel im Jahre 1892.

Zusammensetzung der Familie Spiegel

Siegmund „Menne“ Spiegel, ein Pferdehändler aus Ahlen heiratete Marga Spiegel (geb. Rothschild) im Januar 1937. Marga zog daraufhin zu Siegmund nach Ahlen. Ihr Mann Siegmund Spiegel war Kriegsfreiwilliger des Ersten Weltkrieges und Träger des Eisernen Kreuzes. Marga und Siegmund Spiegel bekamen später noch zwei Kinder. Am 14. Januar 1938 wurde ihre Tochter Karin geboren und am 28. Mai 1946 der Sohn Daniel.

Die „Kristallnacht“

Bis zum 9. November 1938 glaubten neben Siegmund Spiegel auch andere jüdische Bürger, dass niemand „Hand an sie legen würde“. In der „Kristallnacht“ wurde die Familie Spiegel in ihrer Wohnung brutal überfallen und der Vater von Marga Spiegel wurde in dieser Nacht noch ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Er soll wahrscheinlich vier Wochen später an inneren Blutungen gestorben sein.

Im Oktober 1939 musste die Familie Spiegel in einer Baracke in Dortmund eine neue Unterkunft finden, da der Ortsgruppenleiter Ahlens der NSDAP, Ahlen „judenfrei“ sehen wollte. Siegmund Spiegel fand daraufhin Arbeit und als es hieß, dass die Juden im Dezember 1941 „in den Osten“ transportiert werden sollten, wurde er von einem Dortmunder Polizisten, den er von früher noch kannte, gewarnt.

Verstecke der Familie Spiegel

Am 27. Februar 1943 wurde die Familie aufgefordert sich bei der Sammelstelle, dem Schlachthof in Dortmund, einzufinden. Die Familie Spiegel wollte daraufhin untertauchen. Siegmund Spiegel lieh sich bei einem befreundeten Bauern ein Fahrrad und fuhr damit nahegelegene Höfe ab. Er organisierte Lebensmittel und versuchte Zusagen für Versteckmöglichkeiten zu bekommen.

Siegmund Spiegel fand erst bei einem Bauern aus Dolberg, dann bei einem anderen Bekannten und anschließend bei dem Bauern Hubert Pentrop aus Nordkirchen ein vorübergehendes Versteck. Er fand auch ein Versteck für seine Frau und sein Kind in Herbern bei der Bäuerin Maria Aschoff. Damit sie nicht als „Juden“ erkannt werden, haben sie sich den Decknamen „Krone“ gegeben.

Marga und ihre Tochter Karin (geb.1938) versteckten sich zwischen 1943-1945 bei u.a. der Bauernfamilie Aschoff und verschiedenen Bauern aus dem Umkreis. Um nicht entdeckt zu werden, mussten sie genau wie Siegmund Spiegel, mehrmals das Versteck wechseln.

Die Bauern versteckten die Familie Spiegel 27 Monate lang, bis die Alliierten im April 1945 das Münsterland erreichten.

Nach Kriegsende blieb die Familie Spiegel mit den Bauern, die sie versteckt haben, in Kontakt und zogen wieder nach Ahlen. 37 Verwandte der Familie Spiegel überlebten den Holocaust nicht. Außerdem setzten sie sich dafür ein, dass die Bauern, die ihnen geholfen haben, eine Auszeichnung bekamen.

Heinrich Aschoff wurde 1965 als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet.

Als „Gerechte unter den Völkern“, werden die geehrt, die Juden während der NS-Zeit „geholfen“ haben. Sie werden von der israelischen Gedenkstätte Yad Vaschem geehrt.

Ein besonders bekanntes Mitglied der Familie Spiegel

Marga wurde am 21. Juni 1912 in Oberaula als Marga Rothschild geboren. Sie wurde als Tochter von Siegmund Rothschild (1882-1938) und dessen Ehefrau Cilly (Geburtsname: Rosenstock, 1888-1937) geboren und ist aus einer jüdischen Familie vom Land aus Nordhessen.

Sie besuchte von 1920-1922 die Privatschule von Adele Dippel in dem hessischen Dorf Oberaula und wechselte 1924 auf ein Lyzeum in (Gymnasium) nach Hersfeld.

1933, im Jahr der Machtergreifung Hitlers, legte Marga ihr Abitur auf einem Gymnasium in Frankfurt am Main ab. Danach begann sie ein Physik- und Mathematikstudium an der Uni in Marburg. Da sie die Tochter eines jüdischen Kriegsteilnehmers war, konnte sie sich zwar an der Universität einschreiben, musste aber das Studium nachdem zweiten Semester abbrechen.

Im März starb Margas Mutter an einer Herzerkrankung und ihr Vater zog zu ihr nach Ahlen.

Im Juni dieses Jahres wurde der Vater von Marga in das KZ Oranienburg oder Sachsenhausen transportiert und starb dort einen Monat später.

Im Krieg wurde die Familie von verschiedenen Bauern aus dem Münsterland aufgenommen.

Siegmund Spiegel lehnte eine Auswanderung ins Ausland ab, baute einen neuen Pferdehandel auf und es wurde der Sohn Daniel geboren. Beide Kinder wanderten später in die USA aus.

Siegmund Spiegel starb 1982 in Ahlen. Daraufhin zog sie nach Münster und verbrachte dort die letzte Zeit ihres Lebens. Sie starb am 11.März 2014 in Münster und wurde in Ahlen auf dem jüdischen Friedhof genau wie ihr Mann beigesetzt.

Bücher/Filme/Auszeichnungen

  • Autobiografischer Roman: Retter in der Nacht
  • 2009 wurde dieser Roman unter dem Titel „Unter Bauern-Retter in der Nacht“ verfilmt
  • Dauerausstellung Jüdische Lebenswege im Jüdischen Museum Westfalen gewidmet für: Jenny Aloni, Benno Elkan, Benno Jakob, Imo Moszkowicz, Jeanette Wolff und Spiegel seit 2004
  • Seit 2005 Ehrenmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
  • Juli 2010 erhielt Spiegel das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der BRD
  • November 2013 wurde sie mit dem Verdienstkreuz des Landes NRW ausgezeichnet

 

Quellen

http://www.wochenblatt.com/landleben/nachrichten/stille-helden-in-der-nacht-die-retter-der-familie-spiegel-7738.html

http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreiswarendorf/ahlen/Juden-Retterin-Anni-Richter-88-gestorben-3d647850-00b8-4c37-b26e-20bfdfaee5ee-ds

https://de.wikipedia.org/wiki/Marga_Spiegel

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/568-enniger-nordrhein-westfalen

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Enniger

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/1494

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Gerechten_unter_den_Völkern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwangsarbeit

Zwangsarbeit ist Arbeit, die gegen den Willen des Menschen oder unter Anordnung einer Strafe verrichtet wird. Sie ähnelt der Sklaverei. Zwangsarbeiter wurden von den Nazis verschleppt, um die Arbeitsstellen der Männer, welche in der Wehrmacht waren, zu füllen. Zudem kosteten sie den Staat den weniger als einheimische Arbeitskräfte, wodurch viel Geld gespart werden konnte.
In den Jahren 1939-1945 wurden über 20 Millionen Zwangsarbeiter beschäftigt. Es gab über 30000 Lager in Deutschland. Die Arbeiter kamen aus Polen, Frankreich, den Beneluxstaaten, Skandinavien und Russland (erst ab 1941). Im August 1944 arbeiteten 6 Millionen zivile Zwangsarbeiter, davon ein Drittel Frauen und 2 Millionen Kriegsgefangene in der deutschen Wirtschaft. Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk, Handel, Gewerbe, Verwaltung, der Reichsbahn und auf Baustellen mit Zwangsarbeitern gefüllt. Etwa die Hälfte arbeitete in der Landwirtschaft. Auch kleinere Betriebe und Familien forderten Arbeitskräfte an. Die anstrengenden Arbeiten wie Batterien herstellen, Steinbrucharbeiten und Trümmer räumen wurden zu gerne an die Zwangsarbeiter abgegeben.

 


Die Lebensbedingungen, Löhne, Art der Beschäftigung und Lebensmittelversorgung waren von der Herkunftsnation, dem rechtlichen Status und dem Geschlecht abhängig. Ostarbeiter wurden besonders schlecht behandelt, doch am schlimmsten traf es die KZ-Häftlinge. Für Westeuropäer war es erträglicher aber dennoch entbehrungsreich. Oftmals lebten die Arbeiter in Barackenlagern. Die medizinische Versorgung war schlecht. Auch vor Bombenangriffen waren sie schlecht geschützt. Die Ziele der Angriffe waren meist die Rüstungsindustrie sowie andere große Firmen. Arbeitsunfälle, Todesfälle sowie willkürliche Hinrichtungen standen fast täglich auf der Tagesordnung. Viele Unfälle passierten, weil die Arbeiter nicht angelernt wurden. Dazu kamen durchgehende Erschöpfung durch unmenschliche Lebensbedingungen und Ermüdung im Laufe des 10- 12 Stunden langen Arbeitstags. Für die Arbeiter wurde das Wochenende gestrichen, sodass sie 7 Tage die Woche, manchmal auch nachts, arbeiten mussten. Ihre Bewegungsfreiheit war stark eingeschränkt, denn sie durften die Lager nur zum arbeiten verlassen. Die wenig verbliebene Freizeit nutzten sie, um ihr Überleben zu sichern. Viele versuchten, auf dem Schwarzmarkt Brot zu erwerben. Ihnen war der Kontakt zu Deutschen verboten, ebenso die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Einrichtungen. Ab dem 08. März 1940 mussten polnische Arbeiter ein „P“ auf der Kleidung tragen, sowie die Kennzeichnung „OST“ ab 1942 für sowjetische Staatsangehörige.


Auch im Münsterland wurden Zwangsarbeiter beschäftigt. Unter anderem bei Claas, Miele und Bertelsmann. Alleine in Ahlen gab es ungefähr 1500 Arbeiter, 127 verloren ihr Leben in Folge von Lungenentzündungen und Tuberkulose. Diese Erkrankungen wurden durch die schlechten Lebensbedingungen hervorgerufen.
Fluchtversuche kamen häufig vor. Die Hoffnung im Heimatland wieder Fuß zu fassen, obwohl dieses besetzt und ausgeplündert wurde, war stets vorhanden. Die wieder eingefangen Arbeiter wurden hart bestraft, ebenso wie Ansätze zu Widerstand und Sabotage (von innen heraus zu schaden), zum Beispiel mit Prügel, Entzug der ohnehin schon schlechten Versorgung mit Lebensmitteln, Arrest, Deportationen ins Konzentrationslager und Hinrichtungen. Auch sexueller Kontakt mit Deutschen wurde schwer bestraft, sodass 1943 Bordelle für fremdländische männliche Arbeiter mit ausschließlich ausländischen Prostituierten eingerichtet wurden.


Ab dem 12. August 1945 wurde den Arbeitern gestattet sich auf den Heimweg zu machen, weil der Krieg am 8. Mai 1945 endete. Viele machten sich auf eigene Faust auf den Weg. Andere verblieben noch in Deutschland und lebten als Außenseiter in der Gesellschaft. Doch viele sowjetische Arbeiter wurden an der Grenze erneut verhaftet und oftmals getötet. Oftmals litten die ehemaligen Zwangsarbeiter unter psychischen und physischen Folgeschäden und lebten knapp am Existenzminimum. Natürlich gab kein deutsches Unternehmen die Schuld zu, jedes Unternehmen lehnte die Verantwortung ab.

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Quellen:
http://www.zwangsarbeit-archiv.de/zwangsarbeit/zwangsarbeit/zwangsarbeit-2/index.html
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/industrie-und-wirtschaft/zwangsarbeit.html
http://www.zwangsarbeit-archiv.de/zwangsarbeit/entschaedigung/index.html
http://www.stiftung-evz.de/stiftung/geschichte/ns-zwangsarbeit/auszahlungsprogramme/ausgleich-von-zwangsarbeit.html
https://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/presse/02356/index.html.de
http://www.bayern.rosalux.de/event/46028/ns-zwangsarbeit-im-laendlichen-raum.html
http://www.riss-durchs-leben.lvr.de/de/dasprojekt/einstieg/zwangsarbeitimnationalsozialismus.html
https://de.wikipedia.org/wiki/NS-Zwangsarbeit_im_M%C3%BCnsterland
http://www.muenster.de/stadt/zwangsarbeit/nach45_01.html
http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/regionales/Schwieriges-Kapitel-Firmen-in-der-NS-Zeit-4fbd6786-d6e5-47a4-be28-a9045ad28fc7-ds