Kriegsgefangene im Münsterland

Herkunft der Gefangenen und ihr Schicksal:

Die Gefangenen kamen aus Polen, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Skandinavien, Russland und aus anderen besetzten Gebieten von der Wehrmacht im Osten. Sie wurden gefangen genommen, weil sie eine Schlacht verloren hatten. Die deutsche Regierung erkannte den Schutz des Kriegsvölkerrechts für die 400.000 Kriegsgefangenen aus Polen nicht an. Ein Großteil wurde zu Zwangsarbeitern. Es erging rund 100.000 serbischen Kriegsgefangenen genauso. Im Rahmen der deutschen Westoffensive im Jahr 1940 mussten 1,6 Millionen französische Kriegsgefangene Dienste im Deutschen Reich leisten.

Rund 3,35 Millionen sowjetische Kriegsgefangene wurden nach dem Überfall auf die Sowjetunion in mehreren Kesselschlachten von der Wehrmacht gefangen genommen. Im Winter 1941 starben rund 2 Millionen Kriegsgefangene an der Kälte und den unmenschlichen Lebensbedingungen, unter denen sie leben mussten. Es überlebten nur 630.000 Kriegsgefangene das Kriegsende in Deutschland.

Herkunft der Gefangenen und ihr Schicksal:

Die Gefangenen kamen aus Polen, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Skandinavien, Russland und aus anderen besetzten Gebieten von der Wehrmacht im Osten. Sie wurden gefangen genommen, weil sie eine Schlacht verloren hatten. Die deutsche Regierung erkannte den Schutz des Kriegsvölkerrechts für die 400.000 Kriegsgefangenen aus Polen nicht an. Ein Großteil wurde zu Zwangsarbeitern. Es erging rund 100.000 serbischen Kriegsgefangenen genauso. Im Rahmen der deutschen Westoffensive im Jahr 1940 mussten 1,6 Millionen französische Kriegsgefangene Dienste im Deutschen Reich leisten.

Rund 3,35 Millionen sowjetische Kriegsgefangene wurden nach dem Überfall auf die Sowjetunion in mehreren Kesselschlachten von der Wehrmacht gefangen genommen. Im Winter 1941 starben rund 2 Millionen Kriegsgefangene an der Kälte und den unmenschlichen Lebensbedingungen, unter denen sie leben mussten. Es überlebten nur 630.000 Kriegsgefangene das Kriegsende in Deutschland.

Sowjetische Kriegsgefangene in einem Lager
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_Bild_183-B21845,_Sowjetische_Kriegsgefangene_im_Lager.jpg

Arbeiten der Kriegsgefangenen:
Die Gefangenen mussten Stallarbeiten (z.B. ausmisten, Tiere füttern), und Feldarbeiten (z.B. Holz hacken) verrichten. Außerdem mussten sie Heu und Stroh verladen und die Straßen reinigen. Im Winter mussten sie Eis hacken; im Sommer wurden sie gezwungen Getreide zu dreschen und Brände zu löschen und den Müll zu entsorgen.
Vor allem während des Krieges gehörten der Bau von Luftschutzbunkern, sowie das Bergen der Leichen und das Wegräumen der Trümmer zu ihren Aufgaben.
Zudem wurden sie auch in der Industrie eingesetzt.

Strafen und Verbote:

Der Kontakt zu Deutschen wurde verboten und Sex wurde besonders bestraft. Ab dem 8. März 1940 mussten Polen ein deutlich und sichtbares „P“-Kennzeichen auf der Kleidung tragen. Ab 1942 mussten sowjetische Gefangene ein „OST“-Abzeichen tragen und auf der Rückseite der Uniform ein „SU“. Es gab Ausgangsverbot ab 20 bzw. ab 21 Uhr abends.
Es durften keine öffentlichen Verkehrsmittel genutzt, wenn doch, dann nur mit schriftlicher Erlaubnis der Polizei.
Kulturveranstaltungen (z.B. Theater) wurden auch nicht gestattet.

Als Strafen gab es Prügel, Verpflegungsentzug, Arrest und Überstellung in ein Konzentrationslager. Die Kriegsgefangenen wurden willkürlich, nach Lust und Laune der Aufseher hingerichtet.

Deutsche wurden ab Ende 1940 in Arbeitserziehungslager der Gestapo eingewiesen, weil sie die Gefangenen mit Essen versorgt hatten oder ihnen bei der Flucht halfen.

Hinrichtungen:

Hinrichtungen konnten schon aufgrund von ungeprüften Vorwürfen willkürlich durchgeführt werden. Außerdem gab es öffentliche Hinrichtungen. Es gab keine Gerichtsverfahren und die Leichen wurden den Gefangenen gezeigt, darunter Jugendliche, um sie einzuschüchtern.
Belege für Hinrichtungen im Polizeigefängnis Münster finden sich ab dem Oktober 1943.

Ein Bespiel für zwei Einzelschicksale: In Münster wurden am 14. August 1942 die polnischen Kriegsgefangene Franciszek Banaś (geb. 7. Juni 1914) aus Ujsoły und Waclaw Ceglewski (geb. 13. Februar 1921) aus Ciechocinek (Polen) wegen des „verbotenen Umgangs“ mit deutschen Frauen durch die Gestapo erhängt.

Die Grafik oben zeigt die Stammlager in Deutschland

 

Regeln in den Lagern:

Nur die Gestapo und Polizeiangehörige durften die Lager betreten. Um Polen besonders zu isolieren und abzuschirmen, wurden besonders diskriminierende Kontrollen und Strafen in den Lagern eingeführt. Die je nach Lust und Laune der Aufseher ausfielen.


Quelle: Institut für Geschichte

(Bilder zeigen Kriegsgefangenengräber aus dem zweiten Weltkrieg, auf dem Friedhof in Ennigerloh)

 

Arbeiten der Kriegsgefangenen:
Die Gefangenen mussten Stallarbeiten (z.B. ausmisten, Tiere füttern), und Feldarbeiten (z.B. Holz hacken) verrichten. Außerdem mussten sie Heu und Stroh verladen und die Straßen reinigen. Im Winter mussten sie Eis hacken; im Sommer wurden sie gezwungen Getreide zu dreschen und Brände zu löschen und den Müll zu entsorgen.
Vor allem während des Krieges gehörten der Bau von Luftschutzbunkern, sowie das Bergen der Leichen und das Wegräumen der Trümmer zu ihren Aufgaben.
Zudem wurden sie auch in der Industrie eingesetzt.

Strafen und Verbote:

Der Kontakt zu Deutschen wurde verboten und Sex wurde besonders bestraft.
Ab dem 8. März 1940 mussten Polen ein deutlich und sichtbares „P“-Kennzeichen auf der Kleidung tragen.
Ab 1942 mussten sowjetische Gefangene ein „OST“-Abzeichen tragen und auf der Rückseite der Uniform ein „SU“.
Es gab Ausgangsverbot ab 20 bzw. ab 21 Uhr abends.
Es durften keine öffentlichen Verkehrsmittel genutzt, wenn doch, dann nur mit schriftlicher Erlaubnis der Polizei.
Kulturveranstaltungen (z.B. Theater) wurden auch nicht gestattet.

Als Strafen gab es Prügel, Verpflegungsentzug, Arrest und Überstellung in ein Konzentrationslager. Die Kriegsgefangenen wurden willkürlich, nach Lust und Laune der Aufseher hingerichtet.

Deutsche wurden ab Ende 1940 in Arbeitserziehungslager der Gestapo eingewiesen, weil sie die Gefangenen mit Essen versorgt hatten oder ihnen bei der Flucht halfen.

Hinrichtungen:

Hinrichtungen konnten schon aufgrund von ungeprüften Vorwürfen willkürlich durchgeführt werden. Außerdem gab es öffentliche Hinrichtungen. Es gab keine Gerichtsverfahren und die Leichen wurden den Gefangenen gezeigt, darunter Jugendliche, um sie einzuschüchtern.
Belege für Hinrichtungen im Polizeigefängnis Münster finden sich ab dem Oktober 1943.

Ein Bespiel für zwei Einzelschicksale: In Münster wurden am 14. August 1942 die polnischen Kriegsgefangene Franciszek Banaś (geb. 7. Juni 1914) aus Ujsoły und Waclaw Ceglewski (geb. 13. Februar 1921) aus Ciechocinek (Polen) wegen des „verbotenen Umgangs“ mit deutschen Frauen durch die Gestapo erhängt.

Die Grafik oben zeigt die Stammlager in Deutschland.

Regeln in den Lagern:

Nur die Gestapo und Polizeiangehörige durften die Lager betreten. Um Polen besonders zu isolieren und abzuschirmen, wurden besonders diskriminierende Kontrollen und Strafen in den Lagern eingeführt. Die je nach Lust und Laune der Aufseher ausfielen.

Quelle: Institut für Geschichte
(Bilder zeigen Kriegsgefangenengräber aus dem zweiten Weltkrieg, auf dem Friedhof in Ennigerloh)