NS-Zeit Frauenbild

Aufgaben der Frau vor dem Zweiten Weltkrieg (1918-1921)

Nach dem ersten Weltkrieg hatten die Frauen das Wahlrecht erlangt. Die Frauenbewegung arbeitete verstärkt am erlangen für politischen, sozialen und zivilen Bürgerrechten. Es gab einen grundlegenden Wandel bei der sexuellen Moral der Frau. Es gab noch nie so viele Ehescheidungen.
Es gab immer mehr Akademikerinnen, Journalisten, Schriftstellerinnen, Tänzerinnen und Künstlerinnen. Die Frauen wollten nicht nur Hausmütter sein, sie wollten auch Arbeiten und einem Beruf nachgehen. Leider war es oft so, dass meist nur Adlige und Großbürgerliche sich diesen anderen Lebensstil leisten konnten (Mode etc.).
In dieser Zeit waren die Sportarten Golf und Tennis eingeführt, wo die Frauen, Interesse daran fanden. Die Frauen probierten die verschiedensten Sportarten. Die Frauen machten sich selbstständig und zogen das an was sie wollten. Sie trugen einen Bubikopf, knielange Röcke und rauchten Zigaretten. Leider hielt das nicht lange an und die Frauen zogen sich mit ihrem Stil wieder zurück.
Quelle:
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/alltagsleben/neue-frau.html

 

Lebensborn

Am 12.Dezember 1935 wurde Lebensborn vom SS-Führer Heinrich Himmler in Berlin gegründet. Das gesamte Personal der Einrichtung waren Männer aus der SS Hierarchie. Das Hauptziel der Einrichtung war es, „erbgesunde Kinder“ zu fördern. Die Idee des Vereins war es, rein deutschen Frauen das Angebot zu machen, ihre Kinder auf die Welt zu bringen und von dem Lebensborn Verein unterstützt zu werden. Diese diente damals als Alternative zu den illegalen Schwangerschaftsabbrüchen. Himmler sah dies als Möglichkeit den Nachwuchs der reinen Arisch Deutschen Frau, schon früh zu rekrutieren.
Jedoch sahen viele verheiratete Frauen diesen Verein skeptisch und Gerüchte über die Lebensborn Organisation verbreiteten sich. Auch den weiblichen Überschuss sah Himmler im Voraus, da viele junge Männer schon Anfang des Krieges starben. Der SS-Chef versprach, dass die Kinder, die im Krieg gezeugt wurden, versorgt werden und die Mütter von der SS versorgt werden. Jedoch wurde dies in der weiblichen Bevölkerung als „Zuchtbefehl“ gesehen. Es gab Gerüchte. Hieß es oft im Volksmund „SS-Bordelle“. Der konservative NS-Gegner Namens Karl Friedrich Goerdeler schrieb Ende 1942 eine direkte Kritik über Lebensborn.
Die drei Hauptaufgaben des Lebensborn E.V. waren:
1. Rassisch und erbbiologisch wertvolle, kinderreiche Familien zu unterstützen.
2. Die Mütter unterzubringen und zu unterstützen
3. Für die Kinder zu sorgen.
Im Lebensborn wurden ca. 12000 Kinder geboren, davon jedes 2. unehelich. Die meisten Kinder wurden in Pflegefamilien aufgenommen, mit dem späteren Ziel adoptiert zu werden. Laut Himmler wurden bis Kriegsende nur ca. 100 Kinder adoptiert.
Quelle:
https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article149873036/Zuchtstationen-Bordelle-Himmlers-Gebaer-Verein.html

 

Frauenbild in der NS-Zeit

Frauenbild
Hitler und die Nazis hatten ein Frauenbild. Dieses Frauenbild war schon Jahre davor in der Gesellschaft verankert. Seit man denken kann wurde die Frau als unterworfenes und dienendes Geschlecht angesehen. In Hitlers Blickfeld war klar, dass die Männer die Weltordnung beherrschen, die Politik beherrschen und das die Frauen kein Anteil an der Weltgeschichte haben durften sondern nur die Männer. Eigentlich war es so das Frauen keine Männersachen machen durften und auf gar keinen fall ein Teil der Politik oder Armee sein durften. Aber durch den krieg unter Hitler änderte sich vieles.
Im März 1932 wurde die Frau als Geschlechts- und Arbeitsgenossin dargestellt. Eine Frau war einfach nur dafür da eine gute und liebe volle Mutter zu sein und möglichst viele Arische Kinder zu bekommen.
Quelle: http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/die-deutsche-frau-und-ihre-rolle-im-nationalsozialismus/

Die NS-Frauenpolitik

Die Politische Integration erfolgte von den Frauen in ihren verbänden. 1939 stabilisierten sich 12 Millionen Frauen in NS-Verbänden im Nationalsozialistischen System. Sie sollten weltanschauliche Kurse verbreiten, die extra auf Frauenthemen zugeschnitten waren. Die Hauptaufgabe der Frau war Kinder zu bekommen und aufzuziehen dadurch bekamen sie steuerliche Begünstigungen. Frauenorganisationen übernahmen Mutterschulungen. Sie förderten die Frauen und halfen in pflege und Kinderbetreuung. 1923 gab es Zusammenschlüsse von Frauen unter Elsbeth Zander(1888-1963). Frau Zander gründete und leitete den Frauenorden(DFO). 1926 wurde der Orden anerkannt und 1928 als Gliederung in die NSDAP aufgenommen. 1931 wurde die DFO und alle anderen Frauenorganisationen aufgelöst. Sie wurden neu zusammengeschlossen unter der NS-Frauenschaft. Frauengruppen wurden eingeschränkt und Bindungen an die Partei verstärkt. Die Parteifunktionäre entschieden über sämtliche Leiterinnen. 1930-1933 war eine große Zunahme von weiblichen NSDAP Mitgliedern. Dabei kam ein Parteiinterner Machtkampf um die Frage: Ausrichtung und die Verknüpfung der Frauenschaft. Lydia Gottschewsky(1906-1989) war die neue Leiterinn des Bundes Deutscher Mädel(BDM) und sollte Unstimmigkeiten zwischen NSF und Hitlerjugend schlichten. 1933 war die Gründung der Deutschen Arbeitsfront(DAF) und der Deutschen Frauenfront(DFF). Darauf folgte eine neue Zersplitterung. Paula Sieber gründete die Reichsarbeitsgemeintschaft Deutscher Frauenverbände(RAG). DFF und RAG vereinigten sich zur Deutsches Frauenwerk(DFW).
Quelle: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/innenpolitik/frauenpolitik.html