Situation der Juden in Oelde

Situation der Juden in Oelde

 

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Rechts im Bild: Jüdisches Schulgebäude

Seit der zweiten Hälfte im 17. Jahrhundert lassen sich Juden in Oelde nachweisen.
Die Anzahl der Juden in Oelde blieb jedoch gering (eine Jüdin aus Oelde: Sophia Sophie Aschenberg)
Um 1740 gab es eine kleine Synagoge in Oelde.
Diese stand auf einem Privatgrundstück in der „Langen Straße“, für dessen Nutzung musste die Judenschaft eine Jährliche Abgabe zahlen.
Ungefähr100 Jahre später wurde eine neue Synagoge errichtet.
Diese Synagoge stand auf einem Hinterhof eines Hauses in der „Ruggestraße“.
Seit etwa 1775 gab es einen kleinen jüdischen Friedhof in Oelde.
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts gab es mit Unterbrechungen eine jüdische Schule.
In die Oelder Gemeinde gingen auch Familien aus Stromberg, Ennigerloh, Ostenfelde und Wadersloh.

Nach der NS-Machtübernahme wurde zunächst nicht öffentlich gegen Juden gehetzt. Dies belegt, dass das Verhältnis
zwischen Juden und Nicht-Juden als „erträglich“ beschrieben wurde.

Auch in Oelde wurden während des Novemberprogroms jüdische Besitztümer zerstört und die Synagoge zerstört, aber nicht abgebrannt. Die noch verbliebenen Juden wurden in 2 Judenhäuser zusammengelegt und 1941 aus Oelde deportiert.

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Quellen:
Buch: „Ausgegrenzt-Annerkannt-Ausgelöscht“ von Walter Tillmann (Seiten 235-236)
www.jüdische-gemeinden.de