Rosalie Baumgarten

Rosalie Baumgarten

(geb. Spiegel)

Vorname: Rosalie
Nachname: Baumgarten
Geb: 17.12.1860
Geburtsort:  Enniger/Beckum/Westfalen
Wohnhaft: Meppen und Lingen
Verhaftet: 29.07.1942
Deportation: ab Münster und Bielefeld, am 31.07.1942, Theresienstadt,  Ghetto
Todesdatum: 24.08.1942, ermordet
Todesort: Theresienstadt, Ghetto
Kinder: Hermann geb. 1892 & Julius Baumgarten geb. 1894
-> Julius: verhaftet 1939, 1942 deportiert nach Izbica, wahrscheinlich ermordet
-> Hermann: 1942 deportiert nach Izbica, ermordet

Beschreibung zu Rosalie Baumgarten
Rosalie Baumgarten geborene Spiegel wurde am 17.12.1860 in Enniger/Beckum/Westfalen geboren. Sie ist die ältere Schwester von Frieda Eckstein. Die Familie Spiegel musste 1873 aus Enniger wegziehen. (weitere Informationen auf der Internetseite von Frieda Eckstein.) Sie war wohnhaft in Meppen und Lingen. Sie wurde am 29.07.1942 verhaftet und am 31.07.1942 sie von Münster-Bielefeld nach Theresienstadt deportiert. Ermordet wurde sie am 24.08.1942 in Theresienstadt. Sie hatte zwei Kinder, deren Namen sind Julius und Hermann. Julius wurde 1894 geboren, 1939 verhaftet und dann 1942 nach Izbica deportiert. Hermann wurde 1892 geboren, 1942 ebenfalls nach Izbica deportiert und ermordet.

stolperstein_meppen
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Meppen
Verlegung des Stolpersteins am 26.05.2009 in Ahlen, Karlstaße 7

Theresienstadt, Ghetto
Das Ghetto Theresienstadt wurde im November 1941 in der alten Festung von Theresienstadt eingerichtet. Ein Ghetto wird als abgesondertes Wohnviertel bezeichnet. Es war ein Alters- und Vorzeigeghetto. Die Behandlung war im Gegensatz zu anderen Lagern milder.

Deportation Bielefeld- Gelsenkirchen- Osnabrück- Münster nach Theresienstadt
Am 31.07.1942 wurden 901 Juden aus Westfalen deportiert. Für die große Deportation älterer Juden aus Westfalen über Münster nach Theresienstadt wurden Teiltransporte in Bielefeld, Gelsenkirchen und Osnabrück zusammengestellt. Von den 901 Juden kamen 590 aus Bielefeld, 47 aus Gelsenkirchen, 94 aus Osnabrück und 170 aus Münster. Von den 170 Juden, die aus Münster deportiert wurden, kamen nur 65 aus Münster und 105 aus den umliegenden Ortschaften wie Rosalie Baumgarten aus Enniger.

Ghetto Izbica
Das Ghetto Izbica war ein Durchgangsghetto. Die Juden wurden von dort insbesondere in die Vernichtungslager Belzec und Sobibor deportiert. Izbica liegt in Polen südöstlich von Lublin.

Juden in Enniger:

 Jahr  Anzahl Juden
 um 1818 2 jüdische Familien
 1822 3 jüdische Familien
 1831 17 Juden
 1840 41 Juden
 um 1860 ca. 50 Juden (in 8 Familien)
 1871 30 Juden
 1892 keine

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Quellen:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7f/Stolperstein_Meppen_Fullener_Stra%C3%9Fe_27_Rosalie_Baumgarten.jpg
http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/568-enniger-nordrhein-westfalen (07.04.2016)
https://www.ahlen.de/start/themen/bildung-kultur/stolpersteine/
https://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Theresienstadt
http://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420731.html
http://www.stadtblatt-lingen.de/lebeninlingen-2/9080-forum-juden-christen-erinnert-an-pogromnacht
https://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Izbica,
Gedenkbuch – „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen  Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“